DAS INTERMITTIERENDE FASTEN

Das Fasten findet in zahlreichen Kulturen und Religionen seit Tausenden von Jahren grossen Anklang. Muslime, Hindus, Buddhisten und Katholiken fasten routinemässig. Hippokrates und sogar Benjamin Franklin fasteten regelmässig. Wir Menschen sind perfekt geeignet, um lange Zeit ohne Essen auszukommen. Das Bedürfnis, regelmässig zu essen, ist jedoch tief in unserer Kultur verwurzelt. Für die meisten Menschen bedeutet das Ausbleiben einer Mahlzeit einen medizinischen Notfall 🙂

Aber warum sollen wir Fasten?

Früher gab es kein Frühstück, keinen Snack, kein Mittagessen, kein Dessert oder zwischendurch auch kein Abendessen. Sowohl bei übergewichtigen Menschen, als auch bei Menschen mit optimalem Gewicht kann man eine Vielzahl von gesundheitlichen Vorteilen beim Fasten messen, indem sie die Kohlenhydratzufuhr begrenzen und für einige Zeit Fasten.

Der Mensch ist physiologisch perfekt zum Fasten geeignet. Es gibt jedoch bestimmte Krankheiten, wie Typ-II-Diabetes, die vorher einen Arzt hinzuziehen sollten, um negative Auswirkungen zu verringern.

Was ist intermittierendes Fasten?

Intermittierendes Fasten (IF) ist das «Weglassen von Mahlzeiten»: Es gibt keine Standarddauer oder allgemein anerkannte überlegene Methode. Grundsätzlich besteht die gesamte Idee darin, Lebensmittel wegzulassen, damit das Hormon Insulin lange genug unterdrückt und niedrig gehalten werden kann, damit wir beginnen, unsere Fettreserven zu verbrennen. Zeitlich begrenztes Essen ist ein Begriff, der häufig verwendet wird und gleichbedeutend mit IF ist.

Einfach erklärt: Wenn wir Kohlenhydrate zu uns nehmen, werden diese im Dünndarm aufgespalten, unter anderem in Traubenzucker (Glukose). Glukose gelangt durch die Darmwand ins Blut. Das Bauchspeicheldrüsen-Hormon Insulin schleust die Glukose aus dem Blut in die Körperzellen, wo es zur Energiegewinnung genutzt wird.

Glukose, die der Körper nicht sofort zur Energiegewinnung benötigt, wird in die Leber und Muskulatur als Reservezucker (Glykogen) gespeichert. Jedoch wenn wir ständig und zu viel Essen und die Leber mit Glykogen gefüllt ist, wird der Rest des Blutzuckers in einem als Lipogenese bezeichneten Prozess in Fett umgewandelt. Dieses Fett wird in der Leber und im Körper gespeichert.

Dieser Vorgang wird beim Fasten umgekehrt. Der Insulinspiegel sinkt, das Glykogen und auch die Reserven sind schneller aufgebraucht und jetzt ist die Jagdsaison für Fettreserven offiziell eröffnet 🙂 Mit dem Fasten können sich unsere Zellen besser «reinigen und recyceln».

In den letzten 10 Jahren hat sich IF zum Mainstream entwickelt. Dr. Michael Mosleys Fernsehdokumentation und Buch The Fast Diet haben die aktuelle Popularisierung eingeleitet. Die 5: 2-Diät von Kate Harrison folgte. Andere Autoren und Sportler starteten Blogs und schrieben Bücher.

In den letzten 100 Jahren haben zahlreiche Studien zur IF an Tieren bemerkenswerte Verbesserungen des Alterns und der Lebensdauer gezeigt. Ursprünglich wurde angenommen, dass dies hauptsächlich auf die verringerte Produktion freier Radikale und den Gewichtsverlust zurückzuführen ist. Heute sind zahlreiche andere zelluläre Phänomene bekannt. In einem ausgezeichneten Übersichtsartikel im New England Journal of Medicine vom letzten Jahr geben die Autoren an:

“Intermittierendes Fasten löst evolutionär konservierte adaptive Zellreaktionen aus, die zwischen und innerhalb der Organe auf eine Weise integriert werden, die die Glukoseregulierung verbessert, die Stressresistenz erhöht und Entzündungen unterdrückt.”

Was sind die Vorteile beim intermittierenden Fasten?

  • Reduziert Entzündungsvorgänge im Körper
  • Verbesserung der Lebensdauer
  • Gewichtsverlust
  • Verbesserte Insulin-Sensitivität
  • Mögliche Reduzierung von Medikamenten
  • Verbesserung von Typ-II-Diabetes
  • Reinigt unsere Zellen
  • Mehr Produktivität und allgemeines Wohlbefinden
  • Spart Geld

Fasten

Fasten lohnt sich also! Für mehr Gesundheit und ein besseres Wohlbefinden ist garantiert! Versuche doch mal das Frühstück wegzulassen und versuche dich auf zwei köstliche, nährstoffreiche, kohlenhydratarme, fettreiche Mahlzeiten pro Tag festzulegen.

Kein Frühstück, ein späteres Mittagessen und ein grösseres Abendessen scheinen den Nutzen des Fastens für die meisten Menschen zu maximieren. Natürlich gibt es verschiedene Varianten des IF. Probiere aus, welche für dich die Richtige ist!